Löschfahrzeuge

Geschichte der Hirblinger Feuerlöschfahrzeuge

Als die Hirblinger Freiwillige Feuerwehr 1878 gegründet wurde bestand vorher schon eine Pflichtfeuerwehr der Gemeinde. In dieser Zeit verfügte die Feuerwehr noch nicht über eigene Fahrzeuge.
Von dieser Pflichtfeuerwehr her stand eine ältere „Feuerlöschmaschine“ – was wohl eine handbetriebene Spritze war – zur Verfügung. Wie sie transportiert wurde ist nicht bekannt. Diese Spritze, die im Eigentum der Gemeinde war, wurde 1853 für 1.200 Mark gekauft.
1875 erhielt die Feuerwehr eine schon neuere Druckspritze. Sie war ein Geschenk der München-Aachener-Mobiliar-Feuerversicherungsgesellschaft. An diese Druckspritze konnten offensichtlich Pferde vorgespannt werden, denn in einem Brandbericht aus dem Jahr 1897 über einen Stallbrand im Anwesen Völk in Hirblingen heißt es „der Spritzenbespannungsdienst zeigte sich schleinigst“.
1903 wurde dann von der Firma Braun in Nürnberg eine neue Saugspritze für 1.580 Mark gekauft und der Schlauchbestand um 200 Meter erweitert. Diese Saugspritze ist immer noch funktionsfähig, im Besitz der Feuerwehr und wird liebevoll gepflegt.

Übergabe TSF8

Übergabe TSF8

Bis zum September 1964 verfügte die Hirblinger Wehr über einen Tragkraftspritzen-Anhänger. Wann dieses Gerät beschafft wurde, geht aus den vorliegenden Unterlagen nicht hervor. Es dürfte aber wohl Mitte der 1930er Jahre erfolgt sein.
Dieser Anhänger wurde bei Übungen durch die Wehrmänner selbst geschoben, bei Einsätzen wurde ein landwirtschaftlicher Schlepper vorgespannt.
„Am 13. September war die feierliche Übergabe unseres neuen Feuerwehrautos mit Segnung durch Pfarrer Burkhard aus Ottmarshausen. Es war ein sehr schöner und denkwürdiger Tag, nicht bloß für die Feuerwehr, sondern für die ganze Gemeinde Hirblingen.“
So schrieb es Schriftführer Adolf Engelhart im Protokollbuch nieder. Auch Landrat Dr. Wiesenthal und Kreisbrandmeister Rößle waren anwesend. Das TSF 8, ein Ford-Transit kostete 11.137 DM. Vom Landkreis kam ein Zuschuss von 2.000 DM und von der Bayerischen Brandversicherungskammer 2.780 DM.

Fahrzeugübergabe 1975 durch Bürgermeister Karl Weiß, links dahinter der letzte Bürgermeister Hirblingens, Franz Pfiffner

Am 1. Januar 1975 erfolgte die freiwillige Eingemeindung der damals selbständigen Gemeinde Hirblingen in die Stadt Gersthofen.
Noch vor der Eingemeindung beschloss der Hirblinger Gemeinderat den Kauf eines neuen Löschfahrzeugs LF 8 bei der Firma Fischer in Dinkelscherben. Die feierliche Segnung und Übergabe erfolgte am 3. August 1975. Das Fahrzeug kostete 75.000 DM. Zuschüsse von Regierung, Landkreis und Versicherungskammer beliefen sich auf insgesamt 23.900 DM.Segnung durch Pater Dominikus Kirchmeir

 

Im Jahr 1992 beantragte die Wehr ein Mehrzweckfahrzeug als Ersatz für das noch betriebene LF 8 aus dem Jahr 1964. Die Verhandlungen mit der Stadt waren schwierig, allerdings wurde die wohlwollende Prüfung des Antrags zugesagt. Die Beschaffung des Fahrzeugs erfolgte dann doch im Jahr 1993, nachdem der Hirblinger Bürger Hermann Mair zum Kauf dieses Fahrzeugs eine Spende von 10.000 DM zusagte.
Am 18. Juli wurde das Fahrzeug feierlich gesegnet und der Wehr übergeben.

 

Fahrzeugübergabe durch Bürgermeister Deffner

Das bisher im Dienst befindliche LF 8 aus dem Jahr 1975 war in die Jahre gekommen. Als Ersatz für dieses 23 Jahre alte erhielt die Wehr zum 120jährigen Jubiläum ein modernes Löschfahrzeug LF 8 mit Löschwassertank. Das Jubiläum wurde auf der Pfarrwiese mit einem kleinen Festzelt gefeiert. Auch alle Nachbarwehren waren mit ihren Fahnen anwesend. Nach dem Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche erfolgte die Segnung durch Pfarrer Remmele, Bürgermeister Siegfried Deffner übergab die Fahrzeugschlüssel an den Kommandanten Herbert Holzapfel.

Fahreugsegnung 1998
Fahreugsegnung 1998_1

MehrzweckanhängerMit Hilfe eines Zuschusses der Stadt Gersthofen und durch Eigenleistungen der Wehr konnte im Oktober 2007 ein Mehrzweckanhänger mit Einsatzgeräten für technische Hilfeleistung, insbesondere für Ölspurentfernung und Auspumpen von Kellern beschafft werden. Da im Feuerwehrhaus kein Platz mehr vorhanden war, erklärte sich Gerhard Schrettle bereit, den Anhänger in seiner Scheune unterstellen zu lassen.

Auch am Mehrzweckfahrzeug, das 1993 schon gebraucht gekauft wurde wurden immer öfter Schäden festgestellt. Die Reparaturen erwiesen sich als immer teurer. Auch das MZF der Feuerwehr Batzenhofen war zu ersetzen. Aus diesem Grund beschloss der Stadtrat in den Haushalt 2011 Gelder zum Kauf von zwei Mehrzweckfahrzeugen für die Feuerwehren Hirblingen und Batzenhofen einzustellen. Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am 27.07.2011 einstimmig: „Die Genehmigung zur Beschaffung von 2 Mehrzweckfahrzeugen für die Feuerwehr Hirblingen und die Feuerwehr Batzenhofen durch die Firma Schäfer wird erteilt.“

Übergabefeier Dezember 2012
Beklebung am MZF
Die feierliche Übergabe des neuen MZF an die Feuerwehr erfolgte
am 8. Dezember 2012 in einer gemeinsamen Feierstunde mit den Kameraden der Gersthofer Wehr, die gleichzeitig zwei Löschfahrzeuge übernahmen.

Um die Beschaffung von Fahrzeugen und Löschgeräten für die Feuerwehren der Stadt Gersthofen zu optimieren und eventuell vorhandene Synergieeffekte zu nutzen beauftragte die Stadt Gersthofen den Gutachter Herrn Dipl. Ing. (FH) Stephan Rudolph einen Feuerwehrbedarfsplanung für die Stadt Gersthofen erteilt. Ausgangslage für die Beauftragung durch die Stadt Gersthofen war insbesondere die Bedarfsprüfung der Fahrzeug- und Geräteausstattung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gersthofen.
Der Gutachter kam zu folgendem Ergebnis:Gutachten LF20

Dies führte als Konsequenz zur Beschaffung des Löschfahrzeugs LF 20/20, das zusammen mit dem neuen Feuerwehrhaus jetzt an die Feuerwehr Hirblingen übergeben wird.

Daten über unsere Fahrzeuge findet man hier: Fahrzeugdetails